I buen Camino

I buen Camino
Ein Blog über unsere Pilgertouren. Nicht nur auf den Wegen des hl. Jakobus. - Nur wo wir zu Fuß waren, sind wir wirklich gewesen.

Dienstag, 23. Juli 2019

Camino Aragon Jaca - Santa Cruz de la Seros 29 Km

Wieder brechen wir im Dunklen auf. Frühstück gab es in unserem Zimmer. Kalten Kaffee und ein Stück Gebäck.Entlang der Nationalstraße führte ein kleiner Fußweg und hinter uns färbte sich der Himmel langsam rot. Ein unglaublich schöner Anblick, als die Sonne über die Berggipfel hervor schaute. Den Abzweig zum Kloster San Juan de la Pena ist schon etwas schwer zu finden und wieder einmal hilft uns mein Garmin. Für alle die nach uns diese Weg Variante wählen habe ich den Abzweig mit einem meiner Aufkleber,, Live vom Jakobsweg ,, gekennzeichnet. Steil führt der Camino hinauf über sehr zugewachsene Pfade und so langsam brennt auch die Sonne wieder erbarmungslos auf uns herunter. In einem winzig kleinen Dorf finden wir eine Wasserstelle, an der wir unsere Trinkblasen auffüllen und,,,man glaubt es kaum, plötzlich gesellt sich ein deutscher Pilger zu uns. Ein junger Mann aus Berlin. Ein paar Kilometer gehen wir gemeinsam, dann sprintet er mit einem buen Camino von dannen. Er hat nur eine Woche Zeit und möchte gern bis Puente la Reina gehen. Die Kraft der Jugend ! Wir sind froh, als wir nach einigen Stunden endlich am neuen Kloster San Juan de la Pena ankommen. Es gibt dort sogar eine Cafeteria und die gute Frau hinter der Theke wunderte sich schon etwas als wir kalte Cola, Cafe con Leche und Bocadillo bestellten, aber wir bauchen ja noch Energie um unseren Zielort zu erreichen. Frisch gestärkt wanderten wir vorbei an dem alten Kloster San Juan de la Pena  auf der Straße zu unserem Ziel, Santa Cruz de los Seros. Immer wieder musste ich stehen bleiben und Fotos von der herrlichen Landschaft machen. Am Ziel angekommen wurden wir in dem kleinen Hotel  auf das Herzlichste willkommen geheißen und wir bekamen ein Zimmer mit Blick auf die Kirche und den Ort. Traumhaft schön. Ein ganz entspannter Nachmittag, nur sehr heiß. Diese Etappe war wunder schön, aber auch wahnsinnig anstrengend.











































Montag, 22. Juli 2019

Camino Aragon Somport - Jaca 34 Km

Der erste Tag auf dem Camino beginnt gleich ohne Frühstück, dafür ist es noch zu früh als wir um 5.00 Uhr das Hotel verlassen. Es hat sich kaum abgekühlt und es soll wieder ein heißer Tag werden. Darum die Stirnlampe aufgesetzt und früh los bevor die Sonne uns das Hirn vernebelt. Bis Canfranc geht es ständig bergab auf kleinen Pfaden manchmal auch entlang der Straße. Links von uns erkennen wir den Riesigen Bahnhof und wir sehen auch, das erstmalig wieder an dem Bauwerk gearbeitet wird. 1970 wurde die Bahnstrecke zwischen Frankreich und Spanien nach einem schweren Unfall stillgelegt. Mehr dazu hier !
Wenige Meter weiter sahen wir eine geöffnete Panderia und natürlich lockte uns der Duft von frischem Gebäck. Unser erster Cafe con Leche und ein riesiges Croissant, ich hatte schon fast vergessen wie gut das schmeckt. Am Tresen standen einige Polizisten von der Guardia Comercial tranken ihren Kaffee unterhielten sich und als sie die Bäckerei verließen verabschiedeten sie sich von uns winkten uns freundlich zu und wünschten einen buen Camino. Das sollten wir in den nächsten Tagen noch sehr oft erleben.
Frisch gestärkt wanderten wir weiter und irgendwann lugte die Sonne über die Berggipfel. Schlagartig wurde es warm und wärmer und dann heiß. Endlos erschien uns der Weg und kurz vor Jaca mussten wir noch eine etwas größere Pause an einem frischen Gebirgsbach einlegen. Schuhe aus, Socken aus und dann die Füße in das kalte Wasser. Ich glaube, es zischte sogar. Erschöpft kamen wir in Jaca an, hier hatten wir ein Pensionszimmer gebucht und irgendwie gestaltete sich das als schwierig. An der Eingangstür klebte ein Zettel mit einer Telefonnummer, dort sollte man anrufen um einen Code für die Eingangstür zu bekommen. Die Schlüssel für das Zimmer liegen auf dem Tisch bekamen wir gesagt. Und das alles mit ein paar Brocken spanisch. Endlich eine frische Dusche und danach  in einer Bierbar ein paar Meter weiter, ein eiskaltes Cervesa con Lemon.
Übrigens, Pilger sahen wir an diesem Tag keine.





















Sonntag, 21. Juli 2019

Camino Aragon Anreise

Heute geht es wieder los. Auf uns wartet der Camino Aragon und ein kleines Stück Camino Frances. Pünktlich um 6,05 Uhr startet unser Flieger von Hamburg nach Paris. Vom Flughafen Charles de Gaulle geht es um 7.30 Uhr weiter nach Pau. Dort angekommen besteigen wir ein Taxi, das uns zum Bahnhof Pau bringt. Eine nette Dame am Fahrkartenschalter ist ein richtiger Engel, sie bucht für uns die Zugfahrt über Olorand nach Bedous und von dort mit dem Bus über Canfranc zum Somport Pass. Das hört sich alles ganz schön kompliziert an doch eigentlich lief alles super gut. Direkt am Grenzübergang auf dem Somport verlassen wir den Bus, es ist sehr warm und der Himmel erstrahlt in einem leuchtenden blau. Es sind nur ein paar hundert Meter bis zur Ortschaft Candanchu wo unsere erste Übernachtung sein wird.Das  Hotel Candanchu  war eine tolle Entscheidung. Unglaublich freundlich war der Empfang und als wir unser Zimmer betraten und die Aussicht von unserm Balkon erblickten, fühlten wir uns fast wie im Urlaub. Auch an unser Abendessen erinnerten wir uns in den nächsten Tagen noch sehr oft.